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V - 4.1
MITTELSTEINZEITLICHER
WOHNPLATZ I
(VOGELSANG)
Gelände: Nach
Südwesten und Westen leicht abfallender Acker, Sandboden unter Lehmdecke, stellenweise
mit Felsschotter durchsetzt, Höhe ca. 110 m, geschützt gegen Ostwinde,
Hühnerbach ca. 150 m und Scheidebach (Mahnertbach) ca. 35 m, entfernt. (Siehe Anmerkung
3.)
Nach dem Aufenthalt altsteinzeitlicher
Menschen auf dem Wohnplatz I hinterließen dort Mesolithiker ihre Spuren. Etwa 10000 Geräte und Werkstoffabfälle aus Feuerstein,
Quarzit und Kieselschiefer, die der Verfasser aufsammeln konnte, weisen den
Acker als mittelsteinzeitlichen Wohn- und Werkplatz aus. Dr. Antonius Jürgens vom Rheinischen Landesmuseum
Bonn/Rheinisches Amt für Bodendenkmalpflege und Johann Tinnes M. A. vom
Institut für Ur-und Frühgeschichte der Universität Köln besichtigten den Platz.
Nach Feststellung von Dr. Arora stammen die meisten Funde aus der Zeit um 7000
v. Chr. Sie werden wegen ihrer Art und Gestaltung der Hambacher Gruppe
zugeordnet. Niederzier-Hambach, ein Fundort bei Jülich, ist namengebend für
diese Formengruppe (siehe Abschnitt V-7).
Die Hauptfundanteile von großen mesolithischen
Plätzen im Rheinland gleichen dem Steininventar, das auch auf dem Wohnplatz I
zutage kam und in den folgenden Abschnitten besprochen wird. Anhand der so
zahlreich gefundenen Haaner Artefakte läßt sich erkennen, wie die Geräte
hergestellt wurden.
Autor und Verleger: Hermann Bannitza, Mitglied des Bergischen Geschichtsverein Haan e.V.; Der Band Urgeschichtliche Fundplätze in Haan (Rheinland) - Ein Beitrag zur Siedlungsgeschichte des Bergischen Landes mit Einführung in die Stein-, Bronze- und Eisenzeit - wurde 1986 von Herrn Bannitza im Selbstverlag aufgelegt.
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Letzte Änderung 20.06.2011
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